Was ist das für 1 Unsinn?

Für Frieden einzustehen scheint so natürlich, wie für das Leben selbst einzustehen. Niemand kann ernsthaft dagegen sein. Und doch ist es leider nicht so einfach, denn was der eine Frieden nennt, das kann für den anderen die reinste Horrorszenario sein.

So auch hier. Denn diese Demonstration ist keine für den Frieden, sie ist eine für Tyrannei und Chaos. Das liegt vor allem daran, dass die Weltsicht der Veranstalter durch eine pseudo-marxistische und stark von völkischen Bewegungen beeinflusste Ideologie namens „Anti-Imperialismus“ extrem verzerrt ist.
Daher wollen wir ein paar hier verbreitete Verrücktheiten einmal richtigstellen.
Erstens: Die Nato führt keinen Krieg in Syrien. Einige Staaten des Westens engagieren sich militärisch in Syrien. Ihre Nato-Mitgliedschaft ist dabei so relevant wie ihr Gesundheitssystem. Überhaupt erwähnt wird sie wohl nur, weil für Leninisten die Nato scheinbar noch immer der geheime Machtapparat der Weltkapitalistenklasse ist. Das zweifelhafte Engagement Russlands dagegen bedarf wohl keiner besonderen Erwähnung, schließlich ist das eigentliche Verbrechen für die Friedens- und Diktator-Freunde, dass Teile des Westen versucht haben demokratische Kräfte zu unterstützen.
Zweitens: Moderne Kriege sind keine Raubzüge. Und das nicht nur, weil sie so absurd teuer sind, sondern eben auch weil unter der Bedingung eines weitgehend durchgesetzten Weltmarktes es nichts zu rauben gibt. Keine militärisch verwaltete Kolonie wäre auch nur annähernd in der Lage irgendwelche Rohstoffpreise zu senken. Moderne Kriege werden aus vielen Gründen geführt: Nationale Sicherheit, Stärkedemonstration oder Idealismus. Aber nicht um Rohstoffe und Handelswege zu sichern oder für die Profite der Rüstungsindustrie. Wie bei „der Nato“ wird auch hier durch „die Konzerne“ ein Feind herbei konstruiert, der scheinbar im Hintergrund wirkt, aber in der komplexen Realität kaum eine Rolle spielt.

Ebenso wie von ihrem verzerrten Feindbild scheinen die Veranstalter offensichtlich von einer Idee beseelt, die man, wäre sie nicht so grausam und menschenverachtend, nur für einen Witz halten könnte. So behaupten sie ernsthaft, in Afghanistan oder Mali sei die Menschrechtssituation seit den Interventionen westlicher Staaten nicht besser geworden, was nicht nur eine glatte Lüge, sondern auch eine absurde Verharmlosung der jeweiligen islamistischen Terrorherrschaft ist. Aber für den blutigen Wahnsinn islamistischer Banden interessieren sich die angeblich so friedensbewegten eben so wenig, wie für deren Kriegstreiberei. Schuld am Krieg ist immer der Westen, egal wie weit hergeholt es ist.

Um es ganz klar zu sagen: Die Westlichen Demokratien sind die einzigen Staaten der Welt, die ein Interesse an langfristigem und stabilen Frieden haben. Mit Tyrannen und Wahnsinnigen kann es keinen Frieden geben, so sehr man auch möchte. Der Westen hat auch nicht irgendwie „Schuld“ am um sich greifenden Islamismus. Djihadisten sind keine Söldner, die heute für den und morgen für jemand anderen kämpfen. Es sind Glaubenskrieger aus Gesellschaften, die eine solchen Wahnsinn für legitim halten und es todernst meinen mit ihrem Krieg gegen die Zivilisation der Ungläubigen.

In Deutschland bekommt diese Art des mörderischen Pazifismus noch mal eine besonders barbarische Note, befindet man sich doch im Nachfolge Staat jenes Reiches, dessen brutale militärische Niederringung nicht weniger bedeutet, als die Rettung aller menschlicher Zivilisation. Auschwitz ist von Soldaten der Alliierten befreit worden und nicht von deutschen Demonstrationen für den Frieden. Das sollte man bedenken, wenn man Frieden um jeden Preis fordert.

Während Frieden für diese Demonstration also Waffenstillstand mit Terrorbanden und Tyrannen bedeutet, sagen wir: Barbarei und Wahnsinn zurückdrängen! Zivilisation verteidigen und ausbauen! – Kurz: Den westlichen „Imperialismus“ stärken! Das ist der Weg zum Frieden!

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